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First recording (1969)

Dorothy Iannone

Dorothy Iannone

Ti­tel des Albums: First recording (1969) - Lieber Uecker (1972)
Ti­tel: First recording (1969) (Side 1, Excerpt)
Her­aus­ge­ber: Wiens Laden & Verlag, Berlin
Da­tum: 1969, publ. 1993
Me­di­um: audio-cassette
Edition: 100 n. & s.

 

Bei dem Stück First Recording von 1969 handelt es sich um eine Sound Arbeit von Dorothy Iannone, das 1993 vom Wiens Verlag auf Audio-Kassette veröffentlicht wurde. Die Kassette erschien in einer Auflage von 100 Exemplaren, die alle von Iannone signiert und nummeriert wurden. Das Hörstück hat eine Länge von 46 Minuten und 50 Sekunden, hier ist ein Ausschnitt der ersten 17 Minuten der Aufnahme zu hören. Es handelt sich dabei um ein Gemisch aus Gesang und Sprechen, welches von Iannone selbst aufgenommen worden ist. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Aufnahme um keine spontane, sondern vielmehr um eine bewusste Aufzeichnung von Iannone, da ihr Sprechgesang sich wie ein konzentriertes Vortragen anhört. Es sind keine Instrumente zu hören. Zwischendurch wird ihr Sprechgesang jedoch von einem rhythmischen Klopfen begleitet.

Der Text, den sie singt oder spricht, ist teilweise auf Englisch und Französisch, aber auch auf Deutsch. Die Übergänge von einer Sprache zur nächsten sind dabei sehr plötzlich und unvorhersehbar. Wenn Iannone in ihrem Sprechgesang lauter wird, kommt es zu einer Übersteuerung der Aufnahme. In der Soundarbeit lässt sich insgesamt keine harmonisch klingende Melodie erkennen, vielmehr handelt es sich um eine Art traurigen, melancholischen Klagegesang. Zwischendurch erzählt Iannone in ihrem Sprechgesang Geschichten und Märchen, wie zum Beispiel das Märchen der Lorelei. Iannone selbst beschreibt ihre künstlerischen Arbeiten als eine Reise zur bedingungslosen Liebe, geprägt durch die Sehnsucht nach ekstatischer Einheit:

,,A description of me and a description of my work wouldn’t be that different. A longing for ecstatic unity. A journey towards unconditional love. A celebration and a stubborn insistence on the goodness of Eros, yes, but also works with or about my friends, other artist friends, my mother, the children of my friends, women’s condition, men’s condition. Giving everything I can — singing, making films and spontaneous, never documented performances, painting, drawing, making games, furniture and books, writing songs and texts. Creating a story through words, colors, sounds, images, and a propensity for veracity.“ (https://flash---art.com/article/dorothy-iannone/)

JE